Mittwoch, 22. Mai 2013

Wunderschönes Fichtelgebirge

Ich bin ja wirklich ganz begeistert von der Gegend dort. Man fährt nicht mal zwei Stunden und schon befindet man sich in einem absoluten Erholungsgebiet. Ganz viel Wald, schöne eingewachsene Ruinen, Seen in allen Größen und wundervolle Natur. Hab ich schon mal erwähnt das ich Industrieruinen und verlassene Häuser liebe?! Sie haben eine Geschichte, und die kann alles sein, aufregend - traurig - mystisch. Meine Gedanken geben da einfach keine Ruhe bis sie eine passende Geschichte dazu gefunden haben.

Am ersten Tag haben wir Fichtelberg und Umgebung erkundet. Beim Durchfahren haben wir ein abgebranntes Freizeitbad entdeckt. Wenn Ihr mehr darüber wissen wollt, klickt es einfach an. Der Anblick war wirklich sehr berührend, die Jungs (ich war mit meinen drei Söhnen und meinem Cousin unterwegs) waren richtig betroffen. Der Anblick war furchtbar, so verlassen und irgendwie aufgegeben - abgestempelt.






Das Bad hat uns fast genauso lange in seinen Bann gezogen wie ein Besuch im noch intakten Gebäude gedauert hätte.
Wir zogen dann weiter zum Fichtelsee, der Weg dorthin führt durch einen Wald indem man sehr hohe, aufregende Felsengebilde mit tiefen Schluchten finden kann. Die Jungs mussten natürlich gleich mal Probe klettern, was mein besorgtes Mutterherz sehr viel schneller schlagen ließ.

 

Der Fichtelsee selbst hat uns sofort verzaubert, das schwarze Wasser ist schon etwas unheimlich aber zugleich auch selten schön. Es gibt dort ein echtes Moor, welches wir natürlich erkunden mussten.

Zuerst fanden wir rotes Wasser...

und dann tiefschwarzes. Die Färbung liegt an dem hohen Eisengehalt des Wassers. Meine Jungs haben es gleich flaschenweise abgefüllt. Es ist das "Kraftwasser", davon wird man ganz stark, sie trinken jeden Tag ein Glas. Also bis jetzt leben sie noch.

Das hier hat irgendwie was von Heizöl.

Biber soll es hier auch geben, aber wo?

Familie Biber hat sich leider nicht sehen lassen, aber einen Beweis ihrer Existenz haben sie da gelassen.


Der Abschied von diesem unheimlichen und doch bezauberndem Ort viel uns sehr schwer, aber wir werden wiederkommen, das haben wir schon abgemacht!

Am nächsten Tag sind wir von unserem Ferienhaus zum Thusfest gelaufen. Eine Veranstaltung die immer am Pfingstsonntag stattfindet, mitten im Wald. Jeder muss sich ein Plätzchen für seine Biertischgarnitur suchen, selbst aufstellen und dann kommen die Bedienungen. Extra für diesen Anlass wird das Wasser der Eger zum Thusfall umgeleitet, diesen wunderschönen, vor Kraft und Energie strotzenden Wasserfall gibt es nur an diesem einen Tag im Jahr.

Gegen Abend wurde das Wetter dann ziemlich schlecht, ein Gewitter zog auf und hat uns ziemlich aufgeweicht. Nach einer warmen Dusche und leckeren Spaghetti Alio Olio haben wir den Tag dann mit einem Spieleabend ausklingen lassen.
Es war ein sehr schönes Wochenende, mit dem Wetter hatten wir Glück, es gab viel Interessantes zu sehen, für jeden war was dabei, die Truppe passte sehr gut zusammen, einfach rundum gelungen. Hatte ja ziemliche Bedenken ob das mit soviel Leuten gut geht, aber es war echt okay.
Solltet Ihr mal in diese Gegend kommen kann ich Euch noch die Luisenburg empfehlen, das Felsenlabyrinth und die Festspiele dort sind einfach traumhaft.

So, und nun ist mein bisher längster Post zu Ende. Ich hoffe ich kann Euch damit ins Fichtelgebirge locken?!
Ganz liebe Grüße von Eurer erholten Katrin

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