Mittwoch, 27. April 2016

Leseempfehlung: Das Gewicht des Himmels

Heute möchte ich Euch ein wunderbares Buch ans Herz legen. Es ist so ganz anders, als die Bücher die ich sonst lese. Lebhaft beschrieben, eine Liebesgeschichte dabei und absolut kein Krimi. Deshalb darf es heute auch zu Frollein Pfau wandern.
Es geht um das Leben zweier Schwestern und einem Künstler die alle etwas miteinander zu tun haben.

Klappentext:
Die Liebe eines Künstlers, die das Schicksal zweier Schwestern lenkt

Ein langer Sommer in Neuengland. Die Schwestern Alice und Natalie begegnen dem geheimnisvollen Maler Thomas Bayber. In jenen Tagen entsteht ein Porträt, dessen tragische Bedeutung erst Jahre später ans Licht kommen wird. Denn die Begegnung zwischen Alice und Thomas ist der Beginn einer tiefen Liebe und zugleich einer Lüge, die nicht zur ein Leben zerstört...

Ein brilliant erzählter Roman über Liebe, Schuld, Vergebung und die unheilvolle Macht einer Lüge.


So real geschrieben, als wäre man dabei. Man fühlt den Wind der an einem See weht, man empfindet das beklemmende Gefühl von Alice und spürt die Verzweiflung und das letzte Aufbäumen des Malers Thomas.
Eine grandiose Familiensaga, die einen fesselt und Lust macht auf mehr.
Ich finde den Schreibstil der Autorin Tracy Guzeman absolut ansprechend und freue mich wirklich auf weitere Bücher von ihr.
Eigentlich kann es kein "Happy End" geben, doch irgendwie gibt es doch Eines. Besser gesagt, eine akzeptable Lösung für alle Beteiligten.
Doch zuviel möchte ich nicht verraten.

Begeisterte Grüße
Eure Katrin



Freitag, 22. April 2016

Taufvorbereitungen - es ist vollbracht

Unser Täufling ist ja schon 5 Jahre alt. Sie besucht den örtlichen Kindergarten und die Leiterin hat mir gesagt, das der Kindergarten den Taufgottesdienst mitgestalten wird. Mein Mädchen freut sich riesig darüber!
Lange haben wir überlegt, was wir als kleines Dankeschön für die Kindergartenkinder und die Erzieherinnen machen könnten.
Und letzten Sonntagabend kam uns dann die zündende Idee. Ein selbstgenähtes Täschchen fand mein Mädchen super. Also habe ich mich auf die Suche gemacht nach einem einfachen, schnellen Schnitt und bin hier fündig geworden. Montags habe ich dann losgelegt, doch da ging mir dann das Bügelvlies aus. Dienstag hatte ich Betriebsausflug von der Arbeit aus, was mach ich, renne in der fremden Stadt rum und suche nach nem Stoffgeschäft. Meine Kolleginnen haben ziemlich geschmunzelt. Gefunden habe ich Eines und konnte somit am Mittwoch gleich weitermachen.
Am Ende hatte ich fast keine Lust mehr. Das zieht sich ganz schön bis man 40 Geldbeutel hat. 
Mein Großer hat mir mit den Druckknöpfen geholfen und nun ist es vollbracht, alle sind fertig. Jetzt bin ich richtig stolz!

Und sie sind so schön bunt! Da wird doch hoffentlich jedes Kind und jede Erzieherin einen passenden Geldbeutel finden.

Ich wünsche Euch ein ebenso aufregendes Wochenende wie ich es haben werde.

Ganz liebe Grüße
Eure Katrin

Montag, 18. April 2016

Montagsfreude - Vorfreude auf´s große Fest

Ganz hibbelig sind wir, ich sag´s Euch! 
Am Sonntag feiern wir die Taufe von unserem Töchterlein, die Vorbereitungen laufen, alles im grünen Bereich. Doch umso näher der Tag rückt, umso aufgeregter ist die Stimmung hier im Haus.

Mein Mann und ich haben uns schon vor der Geburt unseres ersten Kindes Gedanken darüber gemacht, wie das so mit dem Glauben in unserer Familie sein soll. 
Ich muss ganz ehrlich sagen, für mich spielt das keine große Rolle. Für mich müssen Dinge beweisbar und nachvollziehbar sein. Ich glaube, man muss an sich selbst glauben, sich selbst zutrauen etwas in die Hand zu nehmen oder sich aus dem Sumpf zu ziehen. Sich selbst loben für das was man kann und nicht jemanden Anderen dafür "Danke" sagen. Ich vertraue eben mir und Christen vertrauen ihrem Gott.
Für sie ist der Halt im Leben ihr Glaube und ich finde es sehr gut und bereichernd für diese Mitmenschen, wenn sie Gott für sich entdecken und  auch aktiv, nach seinen Geboten, leben. Furchtbar schlimm sind diese Pseudochristen, die jeden Sonntag in die Kirche rennen, viele Spenden der Kirche zukommen lassen um die entsprechende Publicity zu nutzen, im Alltag aber keine Spur von Nächstenliebe, Toleranz und wahrem Christsein zeigen.
Meine Oma nennt den lieben Gott: "Himmelvaterla". Ein richtiger Kosename den sie ihrem Gott gegeben hat. Und genau so spricht sie auch von ihm. "Er wird es schon richtig!" "Der passt scho auf uns auf."
Für uns war klar, unsere Kinder sollen es einmal selbst entscheiden, ob sie zur Kirchengemeinde gehören möchten. Aus diesem Grund haben wir unsere Kinder nicht taufen lassen.
Mittlerweile sind unsere Jungs alle getauft. Immer so zwischen 3 und 4 Jahren haben sie sich dazu entschlossen. Sie haben durch den Kindergarten Jesus und Gott kennengelernt und wollten dann auch dazugehören. Unser Großer ist inzwischen sogar konfirmiert, und wird das Patenamt bei seiner kleinen Schwester übernehmen. Erst war mir bei dem Gedanken ziemlich komisch zumute, doch Beide wollten das unbedingt, dann soll es wohl so sein.
Ja, und unser Töchterlein hat sich im Februar beim Sonntagsfrühstück entschieden sich jetzt bald mal taufen zu lassen. Die letzten Jahre hat sie auf Nachfrage ihrer Brüder immer verneint, "erst wenn ich groß bin". Anscheinend fühlt sie sich jetzt "groß" genug mit ihren fünf Jahren.

Was ich wirklich wunderbar fand und auch immernoch finde, das meine Kinder ihre Taufe ganz bewußt erlebt haben bzw. erleben werden. Sie sprechen heute noch von dem wunderbaren Fest, sehen liebend gerne die Bilder an. Absolut bereichernd war auch jedesmal, das die Kindergartenkinder und Erzieherinnen mit dabei waren. Unser Herr Pfarrer hat den Taufgottesdienst jedesmal so kindgerecht und wunderbar gestaltet, da habe sogar ich mich wohl gefühlt.

Und das Schönste, die ganze Familie kommt wiedermal zusammen. Fast alle können dabei sein, und die, die leider nicht kommen können, werden mit Bildern versorgt. 
Wir feiern dieses Mal das erste Mal auch auswärts, in einem Gasthof. Das heißt meine Mama, mein Mann und ich können ganz entspannt mitfeiern ohne ständig in die Küche flitzen oder Getränkenachschub holen zu müssen.

Zu guter Letzt zeige ich Euch noch ihr Taufkleid. Sie hat es gesehen und hat es sich seitdem gewünscht. Und nun hat sie es doch bekommen. Mein wunderbares kleines Herzmädchen!


Ich wünsche Euch eine ebenso glücklich aufregende Woche!
Eure Katrin

Freitag, 8. April 2016

Buchtipp: Der Engelsbaum

Das erste Quartalsthema der lesenden Minderheit in diesem Jahr lautete "Lies ein Buch, das mehr als 500 Seiten hat". Kein Problem, in meinem Regal stand schon ein Exemplar das ich wiedermal aus einer Mängelexemplarkiste gefischt habe. 


Klappentext:
Dreißig Jahre sind vergangen, seit Greta Marchmont das Herrenhaus verließ, in dem sie einst eine Heimat gefunden hatte. Nun kehrt sie zurück nach Marchmont Hall in den verschneiten Bergen von Wales – doch sie hat keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit, denn seit einem tragischen Unfall leidet sie an Amnesie. Bei einem Spaziergang durch die winterliche Landschaft macht sie aber eine verstörende Entdeckung: Sie stößt auf ein Grab im Wald, und die verwitterte Inschrift auf dem Kreuz verrät ihr, dass hier ein kleiner Junge begraben ist – ihr eigener Sohn! Greta ist zutiefst erschüttert und beginnt sich auf die Suche zu machen nach der Frau, die sie einmal war. Dabei kommt jedoch eine Wahrheit ans Licht, die so schockierend ist, dass Greta den größten Mut ihres Lebens braucht, um ihr ins Gesicht zu blicken ...

Ein wunderbares Buch indem es hauptsächlich umd das Leben von Frauen geht, die alle irgendwie etwas miteinander zu tun haben. Es zieht sich über mehrer Generationen, macht Zeitsprünge, ist spannend und beschreibt auch noch eine wunderbare Liebesgeschichte, die aber nicht im Vordergrund steht. 
Es fesselt einen ungemein! Absolut treffend beschrieben, wie bestimmte Handlungsweisen das Leben kommender Generationen beeinflussen. Man kann verstehen wenn eine Person sich so verhält, wenn man ihre Geschichte kennt. Kennt man diese aber nicht verurteilt man das Verhalten dieser bestimmten Person und kann absolut nicht begreifen warum sie so ist.
Es hat mich darüber nachdenken lassen, Menschen nicht vorschnell aufgrund ihrer (mir) unerträglichen Art zu verurteilen, sondern ihn als ganzen Menschen, mit seiner Geschichte zu sehen. Ist es mir nicht möglich hinter die Fassade zu gucken, werde ich versuchen mich in Zukunft in Toleranz zu üben. Ich bin manchmal wirklich viel zu schnell mit meiner Urteilsbildung.

Ich habe gesehen das es noch mehr Bücher dieser Autorin gibt und beschlossen auf jeden Fall noch das Eine oder Andere zu lesen.

Ein sonniges Wochenende Euch allen!
Eure Katrin

Mittwoch, 6. April 2016

Eine gute Tat - Genuß verschenken

Anfang März wurde ich per Email auf eine wunderbare Aktion aufmerksam gemacht. Für eine gute Tat spendet  wayfair 50 Euro an Habitat for Humanity. Anregungen zu guten Taten standen auch gleich mit dabei. In England wurde diese Aktion bereits durchgeführt und es konnten mit den Spenden viele soziale Projekte unterstützt werden.

Blog It Forward
In Deutschland läuft die Aktion bis Ende April, ich wollte es mir nicht nehmen lassen dabei zu sein.
Was ganz Außergewöhnliches, Cooles sollte es sein. Überlegt habe ich schon lange, aber irgendwie ist mir einfach nichts eingefallen.Doch meistens sind ja die einfachsten Dinge oft die Wirkungsvollsten, wie ich heute weiß.


Gestern, beim Mittagessen zubereiten kam mir dann die zündende Idee. Ich war gerade dabei unsere letzten Walnussvoräte, die wir am Wochenende geknackt hatten, und unseren ersten Bärlauch aus dem Garten zu einem leckeren Pesto zu verarbeiten. Da sah ich durchs Fenster unsere Nachbarin durch ihren Garten laufen.



Unsere Nachbarin ist eine Seele von Mensch, sie lebt schon seit über 15 Jahren alleine in ihrem großen Haus, ist Ende siebzig und werkelt und macht und ist immer freundlich. Wahnsinnig herzlich, springt immer mal kurz als Aufsicht für die Kids ein wenn es mal eng wird, vergißt keinen Geburtstag von uns und ist für ein Pläuschchen über den Gartenzaun immer gut zu haben. Auch unsere Meerschweinchen versorgt sie absolut zuverlässig, wenn wir mal nicht da sind. Doch es ist sehr schwierig sich bei ihr zu revanchieren. Sie hat uns bis heute nicht ihren Geburtstag verraten, wir sollen ihr nix schenken. Einladungen zu Festen bei uns hat sie immer ausgeschlagen, ihr habt doch selber genug Leute. Ich habe auch schon versucht sie zu überreden doch ab und an mal bei uns mit Mittag zu essen, ich koche schließlich täglich und auf eine Person mehr oder weniger kommt es nun wirklich nicht an, macht sie aber nicht. Sehr, sehr schwierig ihr was Gutes zu tun.
Da ist mir eingefallen das sie Bärlauch liebt. Sie hat uns in den letzten Jahren immer mal wieder von ihren Waldspaziergängen welchen mitgebracht.


Ich hab ihr ein Glas Pesto, genau für eine Portion, abgefüllt und rübergebracht. Sie war gerade im Garten und strahlte übers ganze Gesicht als sie mich sah. Als sie dann das Glas in meiner Hand entdeckte, runzelte sie die Stirn. Ich hab mir schon gedacht, oh nein, sie lehnt es wieder ab. Aber was soll ich sagen, nach einer kurzen Erklärung von mir was da drinnen ist und wie man es ißt, hat sie es gleich in ihren Kühlschrank getragen. Juhu!!! Das erste Mal hat sie etwas angenommen.
Ich hab mich so gefreut, das könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen. 
Meine #einegutetat 

Jetzt hoffe ich nur noch das es ihr auch schmeckt!
Das Rezept habe ich übrigens von hier. Es kam bei allen Familienmitgliedern, egal ob groß oder klein, sehr gut an.

Einen glücklichen Mittwoch wünscht Euch eine
glückliche Katrin


Mehr Infos zu dieser Aktion gibt es hier.
Und verlinkt wird meine #einegutetat noch bei Frollein Pfau. Denn ich mag es Geschenke zu machen und ich mag es wenn jemand sich über mein Geschenk freut.