Montag, 18. April 2016

Montagsfreude - Vorfreude auf´s große Fest

Ganz hibbelig sind wir, ich sag´s Euch! 
Am Sonntag feiern wir die Taufe von unserem Töchterlein, die Vorbereitungen laufen, alles im grünen Bereich. Doch umso näher der Tag rückt, umso aufgeregter ist die Stimmung hier im Haus.

Mein Mann und ich haben uns schon vor der Geburt unseres ersten Kindes Gedanken darüber gemacht, wie das so mit dem Glauben in unserer Familie sein soll. 
Ich muss ganz ehrlich sagen, für mich spielt das keine große Rolle. Für mich müssen Dinge beweisbar und nachvollziehbar sein. Ich glaube, man muss an sich selbst glauben, sich selbst zutrauen etwas in die Hand zu nehmen oder sich aus dem Sumpf zu ziehen. Sich selbst loben für das was man kann und nicht jemanden Anderen dafür "Danke" sagen. Ich vertraue eben mir und Christen vertrauen ihrem Gott.
Für sie ist der Halt im Leben ihr Glaube und ich finde es sehr gut und bereichernd für diese Mitmenschen, wenn sie Gott für sich entdecken und  auch aktiv, nach seinen Geboten, leben. Furchtbar schlimm sind diese Pseudochristen, die jeden Sonntag in die Kirche rennen, viele Spenden der Kirche zukommen lassen um die entsprechende Publicity zu nutzen, im Alltag aber keine Spur von Nächstenliebe, Toleranz und wahrem Christsein zeigen.
Meine Oma nennt den lieben Gott: "Himmelvaterla". Ein richtiger Kosename den sie ihrem Gott gegeben hat. Und genau so spricht sie auch von ihm. "Er wird es schon richtig!" "Der passt scho auf uns auf."
Für uns war klar, unsere Kinder sollen es einmal selbst entscheiden, ob sie zur Kirchengemeinde gehören möchten. Aus diesem Grund haben wir unsere Kinder nicht taufen lassen.
Mittlerweile sind unsere Jungs alle getauft. Immer so zwischen 3 und 4 Jahren haben sie sich dazu entschlossen. Sie haben durch den Kindergarten Jesus und Gott kennengelernt und wollten dann auch dazugehören. Unser Großer ist inzwischen sogar konfirmiert, und wird das Patenamt bei seiner kleinen Schwester übernehmen. Erst war mir bei dem Gedanken ziemlich komisch zumute, doch Beide wollten das unbedingt, dann soll es wohl so sein.
Ja, und unser Töchterlein hat sich im Februar beim Sonntagsfrühstück entschieden sich jetzt bald mal taufen zu lassen. Die letzten Jahre hat sie auf Nachfrage ihrer Brüder immer verneint, "erst wenn ich groß bin". Anscheinend fühlt sie sich jetzt "groß" genug mit ihren fünf Jahren.

Was ich wirklich wunderbar fand und auch immernoch finde, das meine Kinder ihre Taufe ganz bewußt erlebt haben bzw. erleben werden. Sie sprechen heute noch von dem wunderbaren Fest, sehen liebend gerne die Bilder an. Absolut bereichernd war auch jedesmal, das die Kindergartenkinder und Erzieherinnen mit dabei waren. Unser Herr Pfarrer hat den Taufgottesdienst jedesmal so kindgerecht und wunderbar gestaltet, da habe sogar ich mich wohl gefühlt.

Und das Schönste, die ganze Familie kommt wiedermal zusammen. Fast alle können dabei sein, und die, die leider nicht kommen können, werden mit Bildern versorgt. 
Wir feiern dieses Mal das erste Mal auch auswärts, in einem Gasthof. Das heißt meine Mama, mein Mann und ich können ganz entspannt mitfeiern ohne ständig in die Küche flitzen oder Getränkenachschub holen zu müssen.

Zu guter Letzt zeige ich Euch noch ihr Taufkleid. Sie hat es gesehen und hat es sich seitdem gewünscht. Und nun hat sie es doch bekommen. Mein wunderbares kleines Herzmädchen!


Ich wünsche Euch eine ebenso glücklich aufregende Woche!
Eure Katrin

Kommentare:

  1. Das ist schön! Ich freue mich darüber, dass deine Kinder sich taufen liessen und taufen lassen wollen.
    Unsere Drachenkämpferin hat sich bewusst entschieden, als sie 3 1/2Jahre war, Tigerherz mit vier. Die Tochter liess sich mit 16 taufen, bei Tigerherz (17) ist es immer wieder eine Frage, die auftaucht. Könnte aber sein, dass er sich bald dazu entscheidet. Ist ja eine wichtige Entscheidung, die man nicht einfach so treffen kann.
    Ich freue mich sehr mit dir!
    Herzlichst
    yase

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  2. Da ist ja richtig was los bei euch! Eine wichtige Entscheidung und ein großer Tag!
    Wir gehören keiner Kirche an, unsere Kinder sind nicht getauft.( Unsere Familie hat uns dafür ziemlich niedergemacht- wir wüssten ja gar nicht, was wir unseren Kindern damit antun, die Nachteile im späteren Leben, wir erziehen unsere Kinder als Heiden. ...mit diesen Menschen haben wir heute keinen Kontakt mehr.)
    Bei uns wird das ""Hoyaer Modell" praktiziert. Die Kinder haben in der 4.Klasse ein Jahr Konfirmandenunterricht und das letze Jahr in der 8. Klasse. Wir habe beide hingeschickt und Ihnen freigestellt sich taufen oder konfirmieren zu lassen. Wobei wir die Geldsumme, die eine Konfirmation schätzungsweise einbringen bei Nichtkonfirmation selber geben würden. ( Geld sollte nicht der Antreib sein) Der Große hat einen festen Glauben, wurde dann auf der eigentlichen Konfirmation getauft und nicht konfirmiert. ( Die Konfirmation ist nur eine eigene Bestätigung der Taufe, bei der die Person selber JA sagen kann) Es war ein schöner Tag, an den wir gerne zurückdenken. Heute ist er mit 17 Jahren kirchlicher Mitarbeiter bei den neuen Konfirmanden.
    Der Jüngere hat sich mitten im zweiten Jahr entschieden sich nicht taufen zu lassen. " Mama, ich kann das alles nicht glauben und will nicht immer so tun als ob und lügen müssen!"
    So unterschiedlich kann es laufen!!Jetzt habe ich aber viel geschrieben!
    Ich wünsche euch eine wunderschöne Taufe und einen herrlichen Tag, an den ihr euch gern erinnert.
    Liebe Grüße,
    Sabine

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Ich freue mich von Euch zu lesen!