Donnerstag, 6. Oktober 2016

Buchtipp: Das Seelenhaus

Beim Aussortieren meines Bücherregales ist mir dieses wunderbare Buch wieder über den Weg gelaufen und dabei ist mir aufgefallen, das ich ganz versäumt habe es Euch vorzustellen. Das hole ich hiermit nach. Ich habe es letzten Winter gelesen und war hellauf begeistert. 

Klappentext:

" Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männer den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen."

Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen - bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.
Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnusdottir ein junges Paar, werden zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein Exempel statuieren. 
Scheinbar ungerührt nimmt Agnes das Urteil hin, ebenso wie die Ablehnung der Familie. Erleichtert, dem Kerker entkommen zu sein, kann sie bei der Arbeit manchmal ihr Schicksal vergessen. Vieles hier ist ihr vertraut: die schroffe Landschaft, die ärmliche Torfbehausung, der harsche Ton der Hausherrin. Ihr ganzes Leben war davon bestimmt - bis sie einen Mann kennnenlernte und sich nach langer Zeit erlaubte, sich ihre Sehnsucht nach Liebe und Zugehörigkeit einzugestehen. Der Schmerz über den Tod, der ihr nun angelastet wird, überlagert alles, auch die Angst vor dem eigenen Tod. Schließlich vertraut sich Agnes einem jungen Vikar an, der sie auf den Weg der Reue und Buße führen soll. Während der langen Gespräche, die die ganze Familie mithört, ist es vor allem Margret, die Hausherrin, die ahnt, das die offizielle Wahrheit über Agnes vielleicht falsch sein könnte.

Ein Buch das einen absolut in seinen Bann zieht, man kann die Kälte, die Kargheit und die Trostlosigkeit im kalten Island zur damaligen Zeit richtig spüren. Die schroffe Art der Menschen, das Verhalten der Personen, alles kann man nachvollziehen. Es ist absolut erschütternd, nimmt einen mit in das Geschehen und hat ein "echtes" Ende. Eine beklemmende und ergreifende Lektüre.
Für mich ein Buch für die kalte Jahreszeit, zum Einigeln auf dem Sofa und Eintauchen in eine traurige, aber dennoch faszinierende Geschichte.
Absolute Leseempfehlung für Euch!

Ein farbenfrohes Herbstwochenende wünscht Euch 
Katrin


Kommentare:

  1. Herzlichen Dank! Mal sehen, ob ich das Buch finde....
    Herzlichst
    yase

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  2. Das klingt unglaublich spannend bzw. anregend. Und es scheint wirklich perfekt für einen kalten Winterabend zu sein.

    Ich glaub, ich begeb mich auch mal auf die Suche. Danke fürs Zeigen.

    LG
    Pamy

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Ich freue mich von Euch zu lesen!