Donnerstag, 20. April 2017

Buchempfehlung "Der Angstmann"

Jetzt hatte ich mir letzte Woche doch felsenfest vorgenommen wieder regelmäßig zu bloggen, da passiert was und beschäftigt meine Gedanken so sehr, das ich mich gar nicht mehr konzentrieren kann. Eines unsere Autos ist kaputt, und das, nachdem wir im letzten dreiviertel Jahr 3000 Euro reingesteckt habe. Das hat mich echt total deprimiert! Unser schön erspartes Geld für unseren diesjährigen Urlaub (es sollte dieses Jahr endlich mal wieder weg gehen) müssen wir jetzt in ein neues Auto investieren. Ich sag Euch, das hat mich echt eine Woche lang total fertig gemacht. Aber gestern abend habe ich beschlossen mich nicht mehr zu ärgern. Ich kann ja eh nichts dran ändern. Und so ein schicker, fahrbarer Untersatz hat doch auch was! Hoffentlich bleibt diese meine Einstellung!
Doch jetzt zu meinem eigentlichen Thema heute. Ich hab wiedermal ein Buch für Euch. Echt spannend, echt Krimi und echt anders. Ich habe im März eine Lesung des Autors mit einer lieben Freundin besucht, die war echt toll, also, die Lesung (die Freundin natürlich sowieso). Ein sehr witziger Geselle, der viel und gerne aus seinem Leben und über seine Heimatstadt Dresden plaudert. 


"Der Angstmann" von Frank Goldammer

Klappentext:
Dresden, November 1944: Die Bevölkerung leidet unter den anhaltenden Kriegszuständen und den täglichen Entbehrungen. Flüchtlingsströme drängen in die Stadt. Bombenalarme gehören zum Alltag. Da wird Kriminalinspektor Max Heller zu einer grausam zugerichteten Frauenleiche geholt. Schnell geht das Gerücht um: Das war der Angstmann, der nachts durch die Gassen schleicht. Heller gibt nichts auf das Gerede. Inmitten der Wirren des letzten Kriegswinters macht er sich auf die Suche nach einem brutalen Frauenmörder. Nicht nur sein linientreuer Vorgesetzter Rudolf Klepp legt Heller dabei Hindernisse in den Weg. Als im Februar 1945 die Stadt in einem beispiellosen Bombenhagel dem Erdboden gleich gemacht wird, hält man auch den Mörder für tot. Doch der Angstmann kehrt zurück ...

Ein sehr spannendes Thema, was sind Mordopfer wert, in einer Gesellschaft die täglich mit dem Tod konfrontiert ist? Tote stehen ja praktisch auf der Tagesordung im Krieg.
Das Buch gibt einen wirklich tollen Einblick in die Arbeit von Kriminalisten in dieser schwierigen Zeit. Welche Methoden, welche Möglichkeiten hatten sie, was beeinflusste ihre Ermittlungen. Zum Beispiel so einfache Dinge, wie komme ich zum Tatort? Kein Auto, keine Fahrer, dann eben das Rad.
Wahnsinnig bedrückend und echt die Schilderungen nach der Bombennacht. Ich konnte mir das bisher ja absolut nicht vorstellen, zum Glück habe ich sowas ja noch nicht erlebt, die ganze Stadt glühte, war heiß, dampfte. Ich konnte es richtig fühlen. Wirklich eine wahnsinnig reale Sprache.
Auch die Unterschiede, wie die Menschen damals in der Endzeit des Krieges fühlten, sprachen, handelten, sind wahnsinnig gut herausgearbeitet und dargestellt. 
Ein fesselndes und bewegendes Buch, das geschickt deutsche Geschichte mit Kriminalliteratur verknüpft.
Wirklich und echt, sehr zu empfehlen!!!

In diesem Sinne, ich wünsche Euch einen spannenden Tag!
Eure Katrin

Kommentare:

  1. Kein Buch für mich...... Da schlaf ich nachts nicht mehr.
    Ein Auto, das fährt, hat schon unglaubliche Vorzüge! Weil ohne ist man eher aufgeschmissen. Ich wünsche dir den besten "Daheim-bleib "- Urlaub ever!
    Herzlichst
    yase

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    1. Da hast Du wirklich recht, aber bald haben wir wieder ein Auto. Juhu!!! Demnächst stelle ich ein Buch vor das kein Krimi ist. Extra für Dich! Lieben Gruß!

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Ich freue mich von Euch zu lesen!