Montag, 25. Juli 2016

Gedanken

Es kommt näher, immer näher!!! Ich bin echt betroffen. Dieses letzte Wochenende, nein, eigentlich die ganze letzte Woche macht mich fassungslos. Der Amoklauf im Zug bei Würzburg, eine Strecke die wir schon oft gefahren sind. 
Am Freitag, wir warten nichtsahnend auf unseren Familienfilm, als plötzlich die Meldungen über die Geschehnisse von München beginnen. Für die Ferien hatten wir uns München als Ausflugsziel vorgenommen, ich wollte den Kindern meine wunderbaren Kindheitsereignisse in München hautnah vorführen. Meine Kids wollen nicht mehr nach München.
Am Samstag haben wir meine Stiefschwester mit ihrer Familie bei meinen Eltern getroffen. Es war so ein herzliches Wiedersehen, haben einen wundervollen Abend miteinander verbracht. Wir sehen uns leider nicht sehr oft, sie wohnt ein ganzes Stückchen weg, in Reutlingen.
Sonntagmittag, wir sind unterwegs nach Dinkelsbühl. Ich möchte mit meinen Kindern die Theatervorstellung "Ronja Räubertochter" ansehen. Die Jungs möchten lieber zum Ansbach Open Air an diesem Abend wo Joris, Philipp Dittberner und Gregor Meyle auftreten. Ich war fast versucht Karten zu besorgen, doch vor uns liegt die letzte Schulwoche dieses Schuljahres. Die Jungs wären eindeutig zu spät ins Bett gekommen, also habe ich mich dagegen entschieden. Wir verbringen einen wundervollen Nachmittag im Dinkelsbühler Theater und danach bei meinen Schwiegereltern.

Als wir gestern abend nach Hause kommen, liest mir mein Mann die Schreckenstat von Reutlingen vor, ich muss gleich an meine Schwester denken.
Heute morgen im Kindergarten, es ist noch wenig los und die Erzieherin erzählt mir von dem Selbstmörder von Ansbach gestern abend beim Ansbach Open Air. 
Ich bin geschockt!
Kaum zu Hause angekommen, ruft mich mein Mann völlig aufgelöst von der Arbeit an. Er hat Redebedarf zu dem Thema. Ich kann noch nicht viel dazu sagen. Ich war ihm, glaube ich, gerade keine große Hilfe. 

Alles so nah, so nah an meinen Gefühlen! Ich kann es einfach nicht verstehen, ich begegne jedem mit Toleranz und Respekt. Mein Motto ist, jeder so wie er will ohne Anderen damit zu schaden. Für mich ist das so unverständlich, warum möchte man Mitmenschen mit in den Tod nehmen? Warum Kindern die Mütter entreißen oder umgekehrt? Warum überhaupt das Alles?

Es fällt mir so schwer meinen Kindern zu erklären was das sein soll. Ich weiß es ja selbst nicht. Es macht mich betroffen und unsagbar traurig. 
Da tritt meine angeschlagenen Gesundheitssituation, ich plage mich seit letzten Mittwoch mit einer schmerzhaften Mandelentzündung rum, völlig in den Hintergrund. 
Die Zeugnisnote von Sohn Nummer Zwei, die jetzt wohl doch die Schlechtere wird, weil er auf der Kippe steht, macht mir überhaupt nichts aus.
Ich bin froh, das wir leben, das es uns gut geht, das wir uns haben. Ich bin dankbar auf dem Land zu leben (was ich ehrlich gesagt nicht sehr oft bin). 
Ich bin überfordert mit der ganzen Situation und möchte mir eigentlich keine Gedanken zu so schrecklichen Taten machen müssen.

Ich möchte das es aufhört, die Hetzerei gegenüber anderen Mitmenschen. Ich möchte das die abscheulichen Verbrechen an der Menschheit aufhören.
Ich möchte Frieden für Alle und Jeden!!!

Ich muss jetzt ganz schnell was finden um mich Abzulenken von diesen Gedanken. Ich kann es nicht ändern, aber es macht mich fertig! Und genau das ist was diese Verrückten wollen!

Ich werde jetzt lesen, den ganzen Vormittag lang bis meine Kinder heimkommen. Ich koche ihnen was Schönes und strahle sie an, ich lasse ihnen Eisgeld da wenn ich auf die Arbeit gehe und gebe jedem von ihnen einen Kuß, ob er will oder nicht! Und ich weiß jetzt schon das ich mich auf mutmachende Aufklärungsgespräche mit meinen Kindern freuen kann. Denn sie sind von Grund auf optimistisch, und das tut mir gut. Aufgehoben sein in einem stabilen, von Liebe geprägten, sozialen Umfeld. Das ist das was wir jetzt brauchen. Und ich bin froh in einem solchen zu leben.

Danke, das ich meine Gedanken mit Euch teilen darf! Es tut mir sehr gut, sie hier niederzuschreiben!
Lasst Es Euch gut gehen und passt gut auf Euch auf!

Eure Katrin

Sonntag, 17. Juli 2016

7 Sachen am Sonntag

Sieben Bilder von sieben Sachen, für die ich am heutigen Sonntag meine Hände gebraucht habe. Egal ob für fünf Minuten oder für fünf Stunden. Nach einer Idee von Frau Liebe, gesammelt bei Frau Grinsestern.

Mit dem Töchterlein Frühstückssemmeln gebacken

Sohn Nummer Drei beim Tzatziki machen über die Schulter geschaut

Die zwei Kleinen bei "schwerer Handwerkerarbeit" beobachtet

Neues Grillrezept ausprobiert, marinierte Halloumischeiben mit Zucchini umwickelt - ich habe mir mehr erhofft, geschmackstechnisch gesehen

Die in meinen Augen etwas karge Tischdekoration meiner Tochter bewundert, sie meinte, is doch alles drauf was man braucht

Die Grillsachen sonnengeschützt bereitgestellt

Die Kinder angetrieben sich endlich bettgehfertig zu machen

Und jetzt nehm ich noch ne erfrischende Dusche und dann geht´s zum Lesen ins Bett!

Euch einen schönen Wochenstart
Eure Katrin

Donnerstag, 14. Juli 2016

SuperMegaLustige Lektüre

Ich möchte Euch ein absolut witziges Büchlein vorstellen:

Als die Anfrage kam, ob ich dieses Buch gerne lesen möchte und eine Rezension dazu schreiben würde, habe ich sofort zugesagt! Schon lange warte ich auf so ein Buch!
Und stellt Euch vor, ich konnte Fragen dazu stellen, die dann von den Autoren persönlich beantwortet wurden, was war ich aufgeregt!

Hier mein Interview:

1. Seit Jahren bin ich schon der Meinung, das genau so ein Buch geschrieben werden müsste. Mit meinem Stiefvater habe ich schon sehr sehr oft über merkwürdige Namen bzw. Namenskonstellationen geschmunzelt und gelacht. Und wir waren Beide der Meinung, ein Buch zum Thema müsste her. Jetzt gibt es so Eines, wirklich wunderbar. Warum gerade jetzt, was war der Auslöser dieses Buch zu schreiben? Eine spontane Eingebung, weil Euch vielleicht ein skuriller Name begegnet ist? Oder eher ein langer Prozess der über die Jahre und mit den Erlebnissen gewachsen ist?

Christian: Das wichtigste vorweg: Als Kind hatte ich eine Katze, die Pinky Rummenigge hieß. Sie war uns zugelaufen und meine Schwester war (wie wohl jedes achtjährige Mädchen damals) großer Fan vom Stürmerstar Karl-Heinz Rummenigge. Deshalb wurde die Katze kurzerhand nach ihm benannt, was jetzt alles mit dem Buch nicht viel zu tun hat aber dennoch auch mal gesagt werden musste. Der Entschluss ein Buch zu machen war sehr spontan. Beim Aufräumen einer
Schreibtischschublade fiel mir neulich so eine alte „D-Info CD“ in die Hände. Die kamen Mitte der Neunziger heraus und das Tolle ist, dass man auf den alten CDs nach bestimmen Namen suchen kann.
Jan: Konnte man beim Telefonbuch aus Papier ja auch, es dauerte halt nur ein paar Jahre länger.
Christian: Genau. Und da erinnerten wir uns, wie wir damals nach – wie soll man sagen – lustigen und merkwürdigen Namen gesucht hatten.
Jan: Wir hatten auch andere Hobbies!
Christian: Kurzum: Wir kauften uns ein paar von diesen CD`s, entstaubten einen alten Windows 95
Rechner und stellten fest: Ja, die verrückten Namenskreationen, von denen man so im Internet ließt, es gibt sie wirklich. Was es nicht bisher nicht gab, war ein Buch dazu...

2. Ich hatte in der Schule eine Sportlehrerin, die hieß Frau Korn. In der ersten Schulstunde die wir mit ihr bestritten haben, erzählte sie uns, ihr Geburtsname ist Popp. Ich hätte ja in diesem Fall nach der Heirat sofort einen Doppelnamen gewählt, Popp-Korn, aber ihr war das zu auffällig und sie fand auch, das es für ihren Berufsweg nicht gerade förderlich gewesen wäre, was die Autorität gegenüber ihren Schülerinnen angeht. Was war bisher die lustigste Namenszusammenstellung die Euch über den Weg gelaufen ist? Und welche war die Furchtbarste?

Christian: Das ist ja lustig, meine Französisch-Lehrerin hieß auch Frau Korn, die ich hiermit herzlich grüße! Falls sie das liest, möge sie mal bitte ihren Geburtsnamen rausrücken!
Jan: Das Lustige ist ja meistens auch das Furchtbare – zumindest für die Träger des Namens. Ich finde es immer besonders klasse, wenn sich aus der Kombination von Name und Beruf eine neue Ebene ergibt, z.B. wenn ein Schlachter mit Nachnamen "Fischer" heißt, oder ein Proktologe die Silbe "Dunkel" im Nachnamen trägt...

3. Wie sah Eure Recherche zu diesem Buch aus?

Christian: Wie man Bücher ohne Internet schreiben kann, ist uns völlig schleierhaft. Aber scheinbar haben das die Menschen früher tatsächlich getan. Wir schreiben ja über Ortnamen, Straßennamen, Kindernamen, Katzennamen, Produktnamen, Markennamen, Bandnamen, Friseurnamen, etc. Und das geht nicht ohne Internet im allgemeinen und Google (oder wer auch immer dahinterstecken mag)im speziellen. Dabei muss man sagen, dass so mancher Name ein paar interessante Suchergebnisse brachte. Suchen Sie mal nach den Hundesalon „Doggystyle“ ....

4. Ich habe mich etwas schlau gemacht, Ihr habt schon ein Buch zu einem lustigen Thema herausgebracht, welches ich mir übrigens nun auch zu Gemüte führen werde. Ist bereits ein neues Buch in Planung? Und wenn ja, zu welchem Thema?

Jan: Stimmt, wir fangen gerade mit einem neuen Buch an. Dabei geht es im weitesten Sinne um
lustige Selbsttests mittels Fragebögen oder Entscheidungsbäumen. Wir geben da höchstwichtige
Antworten auf die klassischen Fragen des Lebens wie z.B. „Sollte ich Rap-Musik hören?“, „Liebt
mich meine Katze?“ oder auch „Bin ich Herbert Grönemeyer?“


Ich mag es wirklich sehr gerne, das Buch. Wunderbare Gefühlsausbrüche hat es mir schon geschenkt, vom Schmunzeln über laut los lachen bis hin zum Lachanfall mit Tränen, einfach genial.
Es ist kein Buch zum, in einem Rutsch lesen. Eher zum immer mal wieder zur Hand nehmen und sich ein paar lustige Minuten bescheren. Fast täglich lese ich meinem Mann oder den Kids Stellen daraus vor, die heitere Unterhaltungen nach sich ziehen. Sohn Nummer Eins, unser Teenie, ist ein richtiger Fan geworden, und wenn ich das Buch für ein paar lustige Minuten suche, kann ich es meistens aus seinem Zimmer holen.
Als Tipp steht im Vorwort, das man sich die Namen laut vorlesen soll, erst dann würden sie ihr doppeldeutiges Geheimnis preis geben. Und das stimmt wirklich, oft dachte ich mir, was daran witzig sein soll, wenn ich es dann aber ausgesprochen habe, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ein Beispiel: Dr. med. Rasen.

Ich kann es Euch wirklich nur empfehlen. Ein sehr erheiterndes Schriftstück und ich finde perfekt als Geschenk für sich selbst oder andere liebe Menschen geeignet. 

Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag für die zur Verfügungstellung und an die Autoren für die Beantwortung meiner Fragen!

Kichernde Grüße
Eure Katrin

P.S.: Wusstet Ihr das es ein Freizeitkickerteam mit dem Namen "Juventus Urin" gibt? Zum Brüllen!!!


Montag, 11. Juli 2016

Montagsfreude: sonniges Wochenende

War das ein Prachtwochenende! Sonne satt, gutgelaunte Kinder, genügend Eis in der Tiefkühltruhe. Wunderbare Begegnungen anläßlich meiner silbernen Konfirmation gestern. Von solchen schönen Tagen zehrt man die ganze kommende Woche.
Der Sommer ist da! Juhu!

Yoga machen, draußen in der Abenddämmerung, wenn alles ruhig ist und schon etwas kühl
Sich in den Schatten legen und den Kindern beim Toben zu sehen - wie die das packen bei der Hitze
Den neuen Bikini ausführen und sich dazu Mamas Sonnebrille leihen
Kirschen vom Baum pflücken und ab in den Mund
Sich gegenseitig massieren beim Eincremen mit der Sonnencreme
Luftige Sommerkleider tragen
Melone als Mittagessen servieren
Grillen, und einfach mal schnell ne Kräuterbutter mit frischen Kräutern aus dem Garten mischen
Ganz viel Zeit zum Lesen haben, weil man abends vor lauter Hitze noch nicht schlafen kann
Sich nur mit einem Leinentuch zudecken, das liebe ich, ist so kribbelig auf der Haut
Mit lieben Freundinnen frühstücken gehen, und schon morgens um 9 draußen sitzen zu können
Tomaten mit Mozarella und frischem Basilikum aus dem Garten verspeisen
Im Wasser planschen bis die Füße ganz schrumpelig sind
Ganz viel getoptes Wasser trinken, in den unterschiedlichsten Kombination, z. B. Himbeere mit Minze oder Basilikum mit Gurke oder Zitronenmelisse mit Apfel
Sich auf die Sommerferien freuen
Die Kinder bei ihren letzten chilligen Wochen des Schuljahres begleiten
Neue Eisrezepte kreieren
Freilufttheateraufführungen besuchen
Gurken und Salatköpfe von lieben Verwandten und Bekannten geschenkt bekommen
Garten gießen - also uns macht das Spaß
Barfuß laufen

Ach ja, ich hab mir ne wunderbare Sommerfrisur zugelegt
Vorher: zotteliges bobähnliches Gestrüpp
Nachher: kurzer, luftiger und vor allen Dingen pflegeleichter Pixie
Ich fühle mich total gut damit!

Euch eine wunderbar sommerliche Woche
Alles Liebe 
Eure sonnengeküsste Katrin

Mittwoch, 6. Juli 2016

Buchtipp: Liebe reist wohin sie will

Diesen Post habe ich schon länger für heute geplant, und eben lese ich das heute "Tag des Kusses" ist, wie passend um eine nette kleine Liebesgeschichte vorzustellen.
Bei der "lesenden Minderheit" war das Buchthema vom Juni: Lies ein Self Publishing Buch. Beim Stöbern im Ebookshop meines Vertrauens, bin ich dann auf dieses Büchlein hier gestoßen.


Ich bin ja momentan nicht so die Liebesroman Leserin, aber irgendwie hat es mich angesprochen.

Hier der Klappentext:
Der erste Reiseroman ohne Reise - romantisch, humorvoll und manchmal total chaotisch.
Claudia pfeift auf Karriere und Geld. Und eine Familie will sie auch nicht so schnell gründen. Sie will sich selbst verwirklichen und die Welt erkunden.
Australien ist ihr nächstes Ziel. Vorher muss sie nur noch für ein paar Tage in ländlicher Pampa den Babysitter für ihre Nichten und Neffen nebst Hund spielen.
Kein Problem, denkt sich Claudia. Allerdings entpuppt sich der Job als echte Herausforderung. Eine Katastrophe jagt die nächste. Und dann läuft ihr ständig dieser attraktive Landtierarzt Florian über den Weg. Doch der ist schon vergeben.
Während Claudia alle Hände voll zu tun hat, beginnt sie sich zu fragen, was sie vom Leben wirklich erwartet und wohin die Liebe reist.

Was soll ich sagen, ein wirklich nettes Geschichtlein. Ich war echt positiv überrascht. Es liest sich flott und nimmt einen mit. Es ist nicht superschnulzig oder megakitschig, alles in einem erträglichen Maß. Einfach realistisch. Mit symphatischen Charakteren, netten Geschichten und absolut lebendig erzählt! Und es zeigt, man muss nicht unbedingt in die Ferne schweifen um sein Glück und seine wahre Bestimmung zu finden.
Eine wirklich tolle Abwechslung für mich als Krimiliebhaberin. Ich empfehle es Euch hiermit weiter!

Und jetzt gibt´s einen ganz dicken Kuß für Euch von Mir!
Auf einen kussfreudigen Mittwoch!
Eure Katrin