Mittwochs mag ich: Mein neues Waschmittel

Was für ein wundervoller Herbst ist das denn bitte dieses Jahr? So warm, so bunt, so viel Lust auf draußen sein. Gesammelt haben wir alles was uns so über den Weg lief: bunte Blätter, Pilze, Eicheln, Moos, schöne Zweige, Kastanien und Quitten. Die Quitten haben wir weitergegeben an meine Mama, die daraus einen wunderbaren Aufstrich gezaubert hat. Die Bobbycaranhängerladungen Kastanien haben wir erstmal auf unserem Terrassentisch gesammelt. Und ich hab mich im Internet schlau gemacht was man außer Kastanienmännchen (haben wir ungefähr noch zwanzig von den letzten Jahren im Keller) oder Kastanienschlangen (ebenfalls noch im Keller) noch so damit machen kann. 
Ziemlich schnell habe ich dann viele Artikel und Anleitungen über das Herstellen von Kastanienwaschmittel gefunden. Wäre ja ne klasse Lösung wenn es auch wirklich saubermacht. Absolut ökologisch, keine Chemie und geringe Kosten (nur zum Herstellen etwas Strom). Doch ich war skeptisch, vor Jahren habe ich die Waschnüsse ausprobiert und mit deren Waschqualität war ich absolut nicht zufrieden.
Doch ausprobieren geht über studieren. Also hab ich mit den gehäckselten Kastanien gewaschen, und was soll ich sagen, perfekt. Alle Flecken sind raus, die mein Waschmittel vorher auch rausgebracht hat. Hartnäckige Flecken, wie Tomatensoße, habe ich bisher auch immer vorbehandelt. Ist also kein Unterschied. Die Wäsche ist danach viel weicher, nur ein Hauch von Duft fehlte meinen Kindern. Also kommen nun zu jedem Waschgang 5 Tropfen ätherisches Öl.
Und wir sind in Großproduktion gegangen. Zwei kleine und eine große Möbelschwedenkiste haben wir voll gemacht. Ich bin gespannt wie lange unser Kastanienwaschmittel reicht. 
Anleitungen dazu gibt es schon ganz viele im Internet oder auf Youtube.  Ich finde diese hier ganz super.
Kurzfassung: frische Kastanien schreddern (in einem superguten Hochleistungsmixer), und 5 Esslöffel mit 400 ml Wasser aufgießen. Über Nacht stehen lassen und am nächsten Tag durch ein feines Sieb abgießen und in die Waschmaschine. Man kann die Kastanien dann nochmal aufgießen und den Sud wieder verwenden. Da sind noch genug Seifenstoffe drinnen.

Wenn man für ein Jahr Vorrat haben will, müssen die geschredderten Kastanien getrocknet werden, sonst schimmeln sie. Ich hab das erst im Backofen versucht, hat aber ewig gedauert. Dann hat mich meine Mutter an meinen Dörrautomaten, mit dem wir immer unser Trockenobst machen, erinnert. Erstens ist er energiesparender und zweitens schneller als der Ofen. Damit ging es dann ganz fix. Und die Kinder waren so eifrig bei der Sache, eine Woche lang haben wir täglich bis zu dreimal unseren Dörrautomaten bestückt. Sie sind ganz begeistert das wir jetzt mit selbstgemachten Waschmittel, das auch noch total umweltfreundlich ist, unsere Kleidung wieder sauber kriegen.

Ja, und nun waschen wir unsere Buntwäsche nur noch mit Kastanien. Ein tolles Gefühl. Bei der weißen Wäsche habe ich mich bisher noch nicht getraut, wobei es heißt wenn man Natron mit beifügt klappt das super. Ich werde berichten falls ich es ausprobiere.

Noch viel mehr tolle Sachen werden Euch heute wieder vorgestellt bei Frollein Pfau.

Viel Spaß beim Kastaniensammeln!

Eure Katrin



Kommentare

  1. Ich habe schon von Efeublättern gehört, mit denen man Wäsche waschen kann.... ich bin beeindruckt! Ja, berichte mal über deine Wascherfahrungen...
    Herzlichst
    yase

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    1. Das mit dem Efeu möchte ich auch unbedingt mal probieren. Ich denke das mache ich wenn mein Kastanienwaschmittel aus ist. Lieben Gruß

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  2. Hallo Katrin,
    ich habe das noch nicht ausprobiert, aber es hört sich eigentlich ganz einfach an und umweltfreundlich ist es überdies auch noch.
    Wieviel von dem Glas gibt man denn nun in die Waschmaschine? Alles?
    LG zu Dir
    Manu

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  3. Ja, den ganzen abgesiebten Sud von dem Glas. Ich fülle das Glas dann für den nächsten Waschgang wieder mit Wasser auf und lasse es stehen bis ich es brauche. Ich gieße die Kastanien also insgesamt zweimal auf.

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  4. Super, hab ich auch schon probiert, nur keinen guten Mixer. Auf Vorrat schneiden ist mir etwas zu viel Arbeit. Aber ich werde das mal für nächstes Jahr ins Auge fassen. Find ich auf jeden Fall besser als Waschnüsse, die ja von weit her kommen.

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