Schulbücher einbinden mit Müll - einzigartig, schön und nachhaltig

Jedes Jahr im September graute es mir schon vor dem Schulbeginn. Für vier Kinder Bücher einbinden, es war mir ein Graus. Zu Beginn meines Schulkindelterndaseins habe ich das noch mit einer Rolle Plastikfolie gemacht die bei uns im Keller lag. Und damit habe ich mich echt furchtbar schwer getan. Die blieb nie liegen wie ich sie brauchte, verutschte ständig und es sah echt stümperhaft aus. Dann hat mir meine Cousine mal einen Satz fertige Bucheinbände geschenkt, welche sie nicht mehr benötigt hat. 
Die passen aber leider von der Größe her für keines der Schulbücher. Als die Plastikrolle dann aufgebraucht war, habe ich mich auf die Suche nach umweltfreundlichen Alternativen gemacht. Und ich wurde fündig. 
Bei uns werden Bücher nur noch mit nicht mehr benötigten Werbeplakaten (ich habe das Glück das meine Mama einen Laden hat und ich bestens damit versorgt werde, aber man kann auch in Läden nachfragen, die sind meistens froh wenn sie sie los sind) oder Tapetenresten (im Baumarkt nach aussortierten Mustertapeten fragen) eingepackt. Stabilisiert werden die Buchränder und der Buchrücken mit Washitape, was aber gar nicht sein müsste, wie mir die Erfahrung zeigt. Allerdings sieht es aber wirklich hübsch aus.
 Die Jungs mögen es eher schlicht und einfarbig. Deshalb werden bei ihren Büchern die grauen und weißen Tapetenreste aufgebraucht.
Aber meinem Mädel kann es gar nicht bunt genug sein. 
Das Papier lässt sich echt viel besser verarbeiten als die Plastikfolie. Wenn man was faltet bleibt es dabei. Mir macht das Einbinden mittlerweile viel Spaß. Ich kann mich so richtig austoben was die Gestaltung angeht. Ein richtig kreativer Prozess! ;)
Meine kunterbunten Schulbücher schicke ich nun zum Creadienstag. Da tummeln sich noch ganz viele andere großartige Ideen.

Euch nen sonnigen Dienstag, bei uns scheint sie ganz wunderbar nach dem Regentag gestern.
Eure Katrin

Kommentare

  1. Früher haben wir mit Packpapier und Wasserfarbe unsere Einbände selber gemalt - das war auch lustig. Mit Plastikfolie musste ich mich nie rumschlagen.
    Herzlichst
    yase - schön, bist du wieder da!

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    1. Das ist auch ne schöne Idee. Werden wir auch mal ausprobieren. Liebe Grüße

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  2. Hallo Katrin,
    ich hätte bitte gerne auch die Bunten. *g* Eine schöne Idee und total Plastikfrei!
    LG zu Dir
    Manu

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  3. Das ist eine wunderbare Idee. Beim Sohn waren es jetzt meist DIN A4 Hefte, da gingen die fertigen, aber ich ahne, dass es nicht dabei bleiben wird.

    LG
    Zottellotte Sonja

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    1. Da hast Du vollkommen recht. Pro Kind 10 Bücher, kann ich nur sagen. Sonnige Grüße

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  4. Sehr tolle Idee, deine kreativen Schutzhüllen für die Schulbücher. Ich finde das auch immer super nervig und wenig umweltfreundlich. Aus Stoff gefallen sie mir auch gut, allerdings ist das nicht nur teuer und aufwändig, sondern auch allerhand Gewicht bei der Vielzahl an Büchern die täglich Hin- und Hergetragen werden.
    Deine Variante ist klasse und die Umwelt freut sich auch :-)
    Liebe Grüße,
    Sabine

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    1. Aus Stoff hatte ich auch schon mal welche genäht, aber irgendwie sind die ständig runtergerutscht. Und die Jungs fanden das dann super nervig. An das Gewicht habe ich damals gar nicht gedacht. Aber ist definitv ein Faktor den man beachten sollte. Die armen Schüler schleppen eh schon so viel.
      Herbstliche Grüße

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  5. Liebe Katrin,
    das ist eine wirklich gute Idee. Wir packen auch oft Geschenke in schon gebrauchtes Geschenkpapier, wenn es noch gut ist.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Super, es ist eigentlich so einfach mit der Nachhaltigkeit!

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